Gemeinde Straßlach-Dingharting Schützenkranz München-Moosach e.V. Armbrust-Schützengilde Winzerer Fähndl e.V. München Landeshauptstadt München - Referat für Bildung und Sport Bezirk Oberbayern
Die Gilde heute Münchener Armbrustschützengilde Frundsberger Fähndl 1889 e.V. Die Geschichte der Gilde

Armbrustschießen

Disziplin Sternschießen Disziplin Adlerschießen
Disziplin International 10 m Disziplin International 30 m Disziplin National 30 m National Kombinationswertung

Von der Antike in die Gegenwart - eine Kurzreise

Die Armbrust - früher auch Arkuballiste oder Balester - ist ein Bogen, bei dem die Vorgänge des Spannens und des Schießens zeitlich entkoppelt sind. Sie müssen nicht mehr unmittelbar aufeinander folgen. Dadurch wurde es möglich, im Vergleich zum einfachen Bogen eine wesentlich größere Kraft zu speichern und diese ohne störende Belastung für den Schützen auf das Ziel auszurichten. Armbruste, oder deren funktionelle Vorgänger, gibt es seit über zwei Jahrtausenden. Archäologen datieren Aufzeichnungen über eine Gastraphetes (griech. »Bauchschleuder«) aus dem antiken Griechenland auf das 4. Jahrhundert vor Christus. Sie soll bereits mit einem Kompositbogen und einem trickreichen Spannmechanismus ausgestattet gewesen sein. Zum Spannen drückte sie der Schütze einfach unter Einsatz seines Körpergewichtes mit der Spitze gegen den Boden und verriegelte dann die Sehne. Im Gegensatz zur Armbrust wurde die Gastraphetes vor den Bauch gehalten und abgeschossen. Daher der Name. Heron von Alexandria - der den Heronsball erfand - hinterließ einen Bauplan für eine solche Bauchschleuder. Nur wenig jünger als die griechischen Aufzeichnungen sind Funde, die etwa um 250 vor unserer Zeitrechnung im alten China angefertigt wurden. Auch die Römer und Byzantiner machten nachweislich Gebrauch von dieser Konstruktion. Man mag annehmen, dass da sicher noch ein paar ältere Artefakte ihrer Ausgrabung harren.

Wohl kein Name ist mit der Armbrust enger verbunden, als der des Schweizer Freiheitskämpfers und Nationalhelden Wilhelm Tell. Er soll Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts in der Zentralschweiz gelebt haben. Sein Leben und Wirken ist von Sagen und Legenden umwoben. Friedrich von Schiller setzte ihm mit seinem letzten vollendeten Bühnendrama 1804 ein literarisches Denkmal. Gioachino Rossini nahm das Drama 1829 als Grundlage für seine letzte Oper. Doch ob es Tell und seinen Widersacher - den bösen Landvogt Gessler - jemals wirklich gegeben hat? Historiker sagen nein. Aber wer will das schon so genau wissen? Hat es ihn gegeben, dann möge Wilhelm Tell milde auf alle Zweifler herablächeln. Falls die Historiker recht behalten, so bleibt uns zumindest ein romantischer Freiheitsmythos.

Wilhelm Tell war damals beileibe nicht der einzige Armbrustschütze. Bis in das späte Mittelalter war die Armbrust als wirkungsvolle Jagd- und Kriegswaffe weit verbreitet. Und wurde mit höchster Handwerkskunst fortentwickelt. Während ihr Kriegseinsatz mit dem Ende des 15. Jahrhunderts zugunsten tragbarer Feuerwaffen nach und nach zurückging, war sie noch über Jahrhunderte für die Jagd in Gebrauch. Gerne auch von Wilderern, die verstehbarerweise nicht mit einem lauten Gewehrschuss auf sich aufmerksam machen wollten.

Die Jagd mit der Armbrust ist hierzulande schon lange nicht mehr erlaubt. Statt dessen steht uns heute eine Sportwaffe zur Verfügung, die sich seit den alten Griechen - über Wilhelm Tells legendärem Apfelschuss - bis in unsere Tage zu einem Präzisionsinstrument entwickelt hat. Modernste Materialien, verbunden mit Feinmechanik, Elektronik und Finessen der Optik kommen zum Einsatz. Gepaart mit altem Wissen und neuesten Erkenntnissen. Aktuelle Vogelarmbruste erreichen mit stählernen Bögen und Sehnen Zuggewichte bis 900 kg. Die sich dank einer ausgeklügelten Abzugsmechanik auslösen lassen als sei die Spannkraft nicht existent.

Scheibenarmbruste sind mit hochfesten Carbonbögen und Kevlarsehnen sowie sensiblen elektronischen Abzugssystemen ausgestattet. Die Bolzen besitzen schwere Wolframköpfe mit Stahlüberzug auf einem Carbonschaft. Ein raffiniertes Diopter-Ringkornsystem macht Zielfernrohre oder ähnliche optische Hilfsmittel überflüssig.

Doch im Mittelpunkt steht nach wie vor der Mensch. Alle technische Perfektion ist nichts ohne den Schützen, die Schützin. Das Armbrustschießen ist ein Sport für Frauen und Männer gleichermaßen. Es gibt auch keine Trennung, wie in verschiedenen anderen Sportarten üblich. Alle schießen in derselben Liga.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über das sportliche Schießen mit der Armbrust.

Aktuelles
  • Unsere Könige

    Herzlichen Glückwunsch unseren Schützenkönigen und unserer Jugendkönigin:

    Erster Schützenkönig: Gerald Frank

    Zweiter  Schützenkönig: Thomas Ringlstetter

    Jugendkönigin: Veronika Soyer

     

     
  • Jahreshauptversammlung

     

    Am 28.01.2018 findet um

    10:30 Uhr der Jahresgottesdienst

    und anschließend um

    13:30 Uhr die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

    in Straßlach statt.

     

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