Gemeinde Straßlach-Dingharting Schützenkranz München-Moosach e.V. Armbrust-Schützengilde Winzerer Fähndl e.V. München Landeshauptstadt München - Referat für Bildung und Sport Bezirk Oberbayern
Die Gilde heute Münchener Armbrustschützengilde Frundsberger Fähndl 1889 e.V. Die Geschichte der Gilde

Scheibenarmbrust

Scheibenschießen wird mit verschiedenen Sportwaffen betrieben. Selbstverständlich auch mit der Scheibenarmbrust, die sich für das Verständnis des Schießens ganz besonders gut eignet. Denn bei kaum einer anderen Sportwaffe hat der Schütze alle Komponenten gleichzeitig so unter seiner Aufsicht. Man kann buchstäblich zuschauen, wie sich der Schuss entwickelt. Zudem ist die Scheibenarmbrust ein Präzisionsinstrument, das unter gleichen Bedingungen immer gleich schießt.

Das versetzt den Schützen, die Schützin, in die Lage zu beobachten, wie sich kleinste Änderungen in der Haltung, der Visierung oder der Einstellung auf das Trefferbild auswirken und diese angemessen zu korrigieren. Mit entsprechender Praxis sind reproduzierbare Ergebnisse im Millimeterbereich möglich. Alljährlich wird in vielen verschiedenen Wettkämpfen gezeigt, ob es dem Schützen schon zur Meisterschaft gereicht, oder ob er noch ein bisschen üben muss. Doch über allem steht freilich immer der Spaß an einem faszinierenden Sport.

 

Allgemein

Disziplinen: Der Wettbewerb mit der Scheibenarmbrust teilt sich in mehrere Disziplinen auf. Dabei wird zunächst zwischen internationalen und national-traditionellen Wettbewerben unterschieden. International sind die Scheibenarmbruste auch als Match-Armbruste oder Match-Crossbows bekannt, die es entsprechend den Wettkampfbestimmungen in Ausführungen für 10 m und für 30 m gibt. Für das Schießen im national-traditionellen Wettbewerb wird derselbe Armbrusttyp verwendet wie international für 30 m. Das national-traditionelle Schießen findet hauptsächlich im deutschsprachigen Raum Anwendung.

Geschosse: Verschossen werden sogenannte Bolzen, die in Länge und Durchmesser des Zylinders an der Spitze für die 10 m und die 30 m Distanz separat festgelegt sind. Der Schaft des Bolzens ist nicht genau vorgeschrieben, jedoch besitzt er bauartbedingt keine Befiederung. Der Zylinder an der Spitze ist stumpf (»ungebrochene Kanten«, wie es in der DSB-Sportordnung heißt). Er darf ein Gewinde besitzen, um den Bolzen leichter aus dem Ziel herausdrehen zu können, sofern es das einwandfreie Messen des Schussloches nicht beeinträchtigt. Die Bolzen sind integraler Bestandteil der Sportwaffe und werden beim Schuss nicht verbraucht.

Visierungen: In allen hier behandelten Disziplinen besteht die Visierung aus einem zweiteiligen System ohne optische Vergrößerung oder ähnlicher Hilfsmittel. Gebräuchlicherweise einem Diopter und einem Ringkorn (analog zu »Diopter/Korn« in der DSB-Sportordnung). Zusätzlich darf eine Wasserwaage montiert sein, um das Verkanten der Waffe zu vermeiden. Die Wasserwaage kann mit einer Beleuchtung versehen werden, sofern sie nur diesem einen Zweck dient.

Ziel: Das Ziel ist in allen Diziplinen eine Schießscheibe mit konzentrischen Ringen. Je nach Disziplin in unterschiedlicher Größe und Anzahl. Die Schießscheibe besteht für gewöhnlich aus etwas dickerem Papier. Die äußeren Ringe sind weiß mit einem schwarzen Rand, die inneren schwarz mit weißem Rand. Die inneren - schwarzen - Ringe werden zusammen Spiegel genannt.  Der Spiegel ist das, was der Schütze auf Schussdistanz noch gut erkennen kann. Alle sonstigen Linierungen und Beschriftungen verschwimmen optisch in der Entfernung. Sie sind für das Anvisieren ohnehin nicht hilfreich. Für die Punktwertung zählt die Nummer des Ringes.

Die Scheibe wird auf eine flache, senkrechte, hölzerne Halterung gespannt. Letztere trägt in einer Aussparung hinter dem Zielkreis eine massive Bleischeibe. Das Blei hat die Aufgabe, die Geschossenergie kontrolliert abzubauen ohne dass der Bolzen oder die Scheibe Schaden nehmen. Nach Möglichkeit sind Treffer in das umgebende Holz zu vermeiden.

 


Disziplin International 10 m

  • Waffe: Eine Armbrust mit einer Visierlänge von maximal 720 mm, einem Gesamtgewicht von höchstens 6.750 g und einer maximalen Sehnenlänge von 608 mm (Toleranz +3 %). Der Bogen kann aus Stahl, Kohlefaser oder Glasfaser bestehen. Die Sehne aus gebündelten Stahldrähten oder Textilfasern. An der Sehne muss sich ein Schlitten für die Beförderung des Bolzens befinden, der in einer Schiene auf der Armbrust läuft.

  • Geschoss: Ein Bolzen mit einem Schaft aus beliebigen Material und einem Stahlzylinder an der Spitze mit einem Durchmesser von 4,5 mm (Toleranz +0 / -0,05 mm). Die Länge des Zylinders muss größer oder gleich 10 mm betragen und darf keine gebrochenen Kanten aufweisen.

  • Scheibe: 9 konzentrische Ringe auf weißem Hintergrund, ansteigend nummeriert von außen nach innen. Die 9 ist nicht nummeriert. Gesamtdurchmesser 45,5 mm, Spiegel 30,5 mm. Mit dem 4. Ring beginnt der Spiegel. Die 10 ist ein Punkt im Zentrum mit einem Durchmesser von 0,5 mm.

  • Anschlag: Stehend freihändig.

  • Wettbewerb: 40 Schuss innerhalb von 90 Minuten, einschließlich einer unbegrenzten Zahl von Probeschüssen. Bei Wettkämpfen bis zur Bezirksmeisterschaft auch 20 Schuss in 50 Minuten einschließlich einer unbegrenzten Zahl von Probeschüssen. Maximal erreichbare Punktzahl: 400, oder 200 bei 20 Schuss.


Disziplin International 30 m

  • Waffe: Eine Armbrust mit einer Visierlänge von maximal 720 mm, ohne Gewichtsbeschränkung und einer maximalen Sehnenlänge von 608 mm (Toleranz +3 %). Der Bogen kann aus Stahl, Kohle- oder Glasfaser bestehen. Die Sehne aus gebündelten Stahldrähten oder Textilfasern. An der Sehne muss sich ein Schlitten für die Beförderung des Bolzens befinden, der in einer Schiene auf der Armbrust läuft. Erlaubt ist eine sogenannte Hakenkappe; eine Schulterkappe mit einem Stift oder Haken, der unter der Achsel zur Stabilisierung geführt wird.

  • Geschoss: Ein Bolzen mit einem Schaft aus beliebigen Material und einem Stahlzylinder an der Spitze mit einem Durchmesser von 6,0 mm (Toleranz +0 / -0,05 mm). Die Länge des Zylinders muss größer oder gleich 15 mm betragen und darf keine gebrochenen Kanten aufweisen.

  • Scheibe: 10 konzentrische Ringe auf weißem Hintergrund, ansteigend nummeriert von außen nach innen. Die 10 ist nicht nummeriert. Gesamtdurchmesser 114 mm, Spiegel 90,0 mm. Mit dem 3. Ring beginnt der Spiegel.

  • Anschlag: Stehend und kniend freihändig.

  • Wettbewerb: Insgesamt 60 Schuss, je 30 Schuss stehend und kniend innerhalb von 2 x 90 Minuten, einschließlich von maximal 10 Probeschüssen je Anschlagsart. Umbauzeit zwischen den Anschlagsarten 15 Minuten. Bei Wettkämpfen bis zur Bezirksmeisterschaft auch 30 Schuss je Anschlagsart in insgesamt 105 Minuten, einschließlich einer unbegrenzten Zahl von Probeschüssen. Umbauzeit zwischen den Anschlagsarten auch hier 15 Minuten. Maximal erreichbare Punktzahl: 600 (2 x 300).


Disziplin National 30 m

  • Waffe: Wie »International 30 m«.

  • Geschoss: Wie »International 30 m«.

  • Scheibe: 6 konzentrische Ringe auf weißem Hintergrund, ansteigend nummeriert von außen nach innen. Die 6 ist nicht nummeriert. Gesamtdurchmesser 160 mm, Spiegel 70,0 mm. Ab dem 4. Ring beginnt der Spiegel.

  • Anschlag: Stehend freihändig.

  • Wettbewerb: Insgesamt 20 Schuss innerhalb von 60 Minuten, einschließlich von maximal 10 Probeschüssen. Maximal erreichbare Punktzahl: 120.


Disziplin National Kombinationswertung

  • Kombination aus »National 30 m« und »Sternschießen«. Die Punktezählung des Scheibenschießens erfolgt wie bei der Disziplin National 30 m.

  • Je geschossenem Plattl beim Sternschießen werden 6 Punkte auf das Ergebnis des Scheibenschießens addiert. Maximal erreichbare Punktzahl: 210.

Aus sportlicher Sicht gilt die Kombinationswertung als die Königsdisziplin des Armbrustschießens. Hier muss der Beweis angetreten werden, dass die Schützin, der Schütze, mit der Scheibenarmbrust 30 m und der Vogelarmbrust gleichermaßen gut umgehen kann.

 

Ungefähre Eckdaten zu den verwendeten Sportwaffen

Die Fabrikate von Armbrusten und Bolzen fallen oft unterschiedlich aus. Sie sind zum Teil auch nicht genau vorgeschrieben. Die folgenden Daten sollten deshalb nur als Näherungswerte betrachtet werden.

Scheibenarmbrust 10 m
Gewicht der Waffe: max. 6,75 kg
Spannkraft: 80 kg
Beschleunigungsweg: 200 mm
Schienenlänge: 220 mm
Bolzenlänge: 135 mm
Bolzengewicht: 20 g
Geschwindigkeit V0: 46 m/s (165,6 km/h)
Scheibenarmbrust 30 m
Gewicht der Waffe: unbegrenzt (zurzeit 6,5 bis über 8 kg)
Spannkraft: 250 - 300 kg
Beschleunigungsweg: 200 mm
Schienenlänge: 220 mm
Bolzenlänge: 145 mm
Bolzengewicht: 36 - 37 g
Geschwindigkeit V0: 60 m/s (216 km/h)

 

 

Aktuelles
  • Unsere Könige

    Herzlichen Glückwunsch unseren Schützenkönigen und unserer Jugendkönigin:

    Erster Schützenkönig: Gerald Frank

    Zweiter  Schützenkönig: Thomas Ringlstetter

    Jugendkönigin: Veronika Soyer

     

     
  • Jahreshauptversammlung

     

    Am 28.01.2018 findet um

    10:30 Uhr der Jahresgottesdienst

    und anschließend um

    13:30 Uhr die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

    in Straßlach statt.

     

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Termine
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